Diagnostik

Zur Abklärung Ihrer Beschwerden stehen Ihnen in unserer Praxis viele Untersuchungsverfahren zur Verfügung. Zum Beginn der Diagnostik führt der Arzt mit Ihnen eine ausführliche Anamnese durch. Hierbei werden Ihre Beschwerden konkretisiert. Zur Erörterung Ihres Miktionsverhaltens bietet sich die Anfertigung eines Miktionstagebuches an. In diesem halten Sie Toilettengänge, Trinkmengen, Harnverhalte oder Inkontinenz fest. Bereits mit all diesen Informationen wird vom Arzt eine Verdachtsdiagnose aufgestellt, welche im weiteren Lauf spezifisch abgeklärt werden kann. Dies kann durch die Harndiagnostik mit Hilfe des Urinstatus, Teststreifen oder Mikroskopie geschehen.

Hierbei können Harnwegsinfekte, sowie Blut, Glucose oder Proteine im Urin detektiert werden, welche wiederum einen Aufschluss über Krankheiten, wie Diabetes oder Glomerulonephritiden geben können. Die Blutuntersuchung zur Bestimmung der Nierenfunktion spielt ebenfalls eine große Rolle. Ergibt sich die Indikation kann eine urodynamische Untersuchung bei der Abklärung weiterhelfen.

Apparative Diagnostik

Einen guten Überblick in der weiteren Abklärung bieten nicht invasive bildgebende Untersuchungen, wie die Sonographie der Harnblase, und der Nieren. Hierbei kann der Restharn, der nach Miktion in der Harnblase verbleibt bestimmt werden. Aufgestaute Nierenkelchsysteme, Zysten und Tumore können sich mit dieser Untersuchung ebenfalls darstellen lassen. Eine weitere Untersuchung wäre die Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittelgabe. Bei der Ausscheidungsurographie können die Nierenkelchsysteme, die ableitenden Harnwege und gegebenenfalls ein Aufstau durch Nierensteine begutachtet werden. Bei der Urethrozystographie wird auf Harnröhrenverengungen, Undichtigkeiten und Verletzungen untersucht. Zur nicht invasiven Beurteilung des Miktionsdrucks und des Harnröhrenwiderstands dient die Uroflowmetrie. Die Beurteilung erfolgt einzig und alleine anhand des Miktionsverlaufs, wobei die Urinausscheidung pro Zeit gemessen wird. Dieses Verfahren dient zur Abklärung bei Verdacht auf Obstruktionen, also Verengungen der Harnröhre und Inkontinenzsymptomatik. Um zu unterscheiden, ob eine Obstruktion in der Harnröhre oder eine neurogene Harnblasenentleerungsstörung vorliegt wird eine Urethrozystometrie angefertigt, in der der Harnröhrenverschlussdruck gemessen wird. Eine weitere bedeutende Untersuchungsmethode in der Urologie stellt die endoskopische Diagnostik dar. Dabei kann einmal eine Harnröhren- und Blasenspiegelung, eine Urethrozytoskopie oder eine Spiegelung der Harnleiter und Nierenkelche, die Ureterenoskopie erfolgen. Bei der Blasenspiegelung wird ein optisches Instrument bis zur Harnblase eingeführt. Dabei kann die Harnblasenwand, die Harnleitereinmündung, die Harnröhre und beim Mann die Prostata optisch beurteilt werden. Über diesen Zugang können zudem weitere Instrumente vorgeschoben werden. Sodass kleinere Tumore mit der Schlinge direkt entfernt und zur Beurteilung in die Pathologie geschickt werden können. Von größeren Tumoren können Probebiopsien entnommen werden, die in der Zytologie abgeklärt werden können. Die Spiegelung der Harnleiter und Kelchsysteme erfolgt in Allgemein- oder Rückenmarksnarkose. Kleine Nierensteine können direkt entfernt, größere Nierensteine zertrümmert werden.